Wo auch immer auf der Welt Krieg geführt wird, sind deutsche Waffen nicht weit. Vor allem die Türkei hat in den letzten Jahren kräftig in Deutschland eingekauft. Waffen, die sie in ihrem mörderischen Krieg gegen Kurdinnen und Kurden einsetzt.
Deshalb rufen wir im Rahmen der Kampagne „Tatort Kurdistan“ dazu auf:
Kommt zur Demonstration
am 1. September (Internationaler Antikriegstag)
um 18 Uhr am U-Bahnhof Nordstraße!
Die weltweite Zunahme von Kriegen führt zu immer größeren Gewinnen der Rüstungsindustrie. Die deutsche Rüstungsindustrie ist Nummer 3 der weltweiten Waffenexporte mit einem Marktanteil von 11 %. Hauptabnehmer der deutschen Rüstungsgüter ist die Türkei. Und diese Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei hat Tradition. In den 1990er Jahren verschenkte die Bundesregierung tausende Panzer und andere Waffen aus den Beständen der NVA an die Türkei, die dieses Kriegsgerät bei der Zerstörung von 4000 kurdischen Dörfern einsetzte.
Waffen aus Düsseldorf
Die umsatzstärkste Rüstungsfirma Deutschlands ist die Düsseldorfer Rheinmetall AG, die vor allem in den letzten Jahren modernes Kriegsgerät an die Türkei verkauft hat. Zwischen 2006 und 2008 wurden 289 Leopard II Panzer aus dem Hause Krauss-Maffei Wegmann geliefert, für die Rheinmetall die 120-mm-Glattrohrkanone, die Feuerleitanlage und das Führungssystem beisteuerte. Nach wie vor werden in der Türkei auch Schusswaffen, wie die Sturmgewehre G3 und HK33, die Maschinenpistole MP5 von Heckler & Koch, sowie das Maschinengewehr MG3 aus dem Hause Rheinmetall in Lizenz in der Türkei gefertigt. Auch Mercedes-Benz LKW will sein Engagement in der Türkei ausbauen und die türkische Armee vermehrt mit Fernverkehr-LKW ausrüsten.
Irakisches Giftgas “Made in Germany”
Als bei dem Giftgasangriff des irakischen Militärs 1988 auf die irakisch-kurdische Stadt Halabja 5000 Menschen unmittelbar und weitere 7000 bis 10.000 an den Folgen des Angriffs qualvoll starben, lieferten deutsche Firmen die Technik zur Herstellung der Giftgaswaffen. Bis heute wurde weder von den beteiligten Firmen noch von der Bundesregierung Entschädigung gezahlt, noch wurden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.
Daher fordern wir:
Keine Profite mit dem Krieg! – Keine Waffen, kein Geld, für das Morden in Kurdistan!
Entschädigung für die Opfer deutscher Kriegswaffen!
Für Freiheit und Frieden in Kurdistan! – Hoch die internationale Solidarität!
www.tatort-kurdistan.blog.de – www.amk.blogsport.de – www.yxk-online.de




Am 20. März findet unter dem Motto 