Wenn die Campus Delicti, die AStA-Zeitung der HHU, unter der aktuellen Redaktion auch ein konstanter Quell von Unerfreulichkeiten aller Art ist, staunten wir doch nicht schlecht über das Titelblatt der ersten Ausgabe im neuen Jahr. Das „Themenheft Extremismus“ schmückt eine Grafik, im Stil der Hakenkreuzflagge, allein, dass die Swastika durch Hammer und Sichel ersetzt wurde. Darunter ausgerechnet ein Bild der “Freiheit statt Angst”-Demo 2007. Und der Inhalt wird der Aufmachung gerecht.
Kundgebung gegen das Bundeswehrkonzert in der Tonhalle
10. Februar
19 Uhr
Haupteingang Tonhalle
Aufruf-Flyer als PDF
Plakat als PDF
Am 10. Februar findet das “traditionelle Neujahrskonzert des Heeresmusikkorps 300 Koblenz” unter der Schirmherrschaft von OB Dirk Elbers (CDU) in der Düsseldorfer Tonhalle statt. Während sich die Stadtoberen und die Bundeswehr bei Musik und Schnittchen einem unbeschwerten Vergnügen hingeben wollen, führt die Bundeswehr zur gleichen Zeit Krieg in Afghanistan.
Deutschland führt wieder Angriffskriege, getarnt als “Krieg gegen den Terror” oder auch als “humanitäre Intervention”.Leid, Tod, Folter und Vergewaltigung sind untrennbar mit jeder kriegerischen Auseinandersetzung verbunden. In diesen Kriegen geht es um die Verteidigung deutscher Kapital- und Geostrategischer Interessen.
Die verheerenden Auswirkungen dieser Kriegspolitik hat die Bombardierung zweier Tanklaster Anfang September in Kundus auf Befehl der Bundeswehr gezeigt. Täglich sterben Menschen in Afghanistan, immer öfter auch durch deutsche Kugeln und Bomben. Ein Ende ist nicht in Sicht. Eine weitere Aufstockung des Bundeswehrkontingents ist in Zukunft nicht ausgeschlossen.
Für uns sind Soldaten Mörder, egal ob mit Waffen oder mit Instrumenten. Wir rufen daher dazu auf, mit uns gegen das Bundeswehrkonzert zu demonstrieren und ein klares Zeichen zu setzen, dass Kriegstreiber in Düsseldorf immer mit Widerstand rechnen müssen.
Bundeswehr wegtreten!
Mobilisierungsveranstaltung, aktuelle Informationen und Bustickets:
18. Januar 2010, 19 Uhr, ZAKK, Fichtenstraße 40, Düsseldorf – Flingern
Aufruf des Düsseldorfer Aktionsbündnis gegen den Naziaufmarsch in Dresden – No Pasaran:
Am 13. Februar 2010 werden wir zusammen mit tausenden von Menschen den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden verhindern.
Im Jahr 2009 marschierten fast 7000 Nazis durch Dresden. Ihr Ziel war es und ist es weiterhin, die Verbrechen des Nazi-Regimes zu leugnen und Nazi-Deutschland zum eigentlichen Opfer des 2. Weltkrieges umzudeuten. Wir aber wissen: der verbrecherische Krieg ging von Nazi-Deutschland aus und kehrte 1945 nach Dresden zurück.
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An manchen Abenden sitzt man im Studierendenparlament und ist ob der relativen Belanglosigkeit von Uni-Politik so entspannt und versöhnlich, dass man nicht einmal Lust hat, aufstrebenden JungpolitikerInnen schon früh in ihrer Karriere beizubringen, wie sich das anfühlt, den Rest seines Lebens von der Mehrheit der Bevölkerung nicht für voll genommen zu werden. Und dann passiert in der Regel etwas, was einen dazu zwingt. Diesmal ging es um die neue Satzung – eine Sache, in der das gemeinsame Interesse normalerweise zur Zusammenarbeit verpflichtet.
Hörsaal 3D geräumt und Dialog vorerst gescheitert – Bildungsstreik im Rückblick
So heiß war der Herbst in Punkto Bildungsproteste schon lange nicht mehr an der Heinrich-Heine-Universität (HHU). Nach einer Woche Hörsaalbesetzung, Räumung, Dialogversuchen mit dem Rektorat und mehreren Folgeaktionen bleibt uns nun, zu Beginn der Winterferien, einen kurzen Rückblick zu wagen.
Dieser Text bietet einen kurzen Überblick über unsere erste Auswertung der Geschenisse um die Besetzung von 3D (+ 3A und 3B). Wir wollen diese Gedanken öffentlich machen, um zu einer hoffentlich lebhaften Diskussion über das weitere Vorgehen beizutragen. Selbstverständlich ist uns auch einige Kritik eingefallen, die uns aber freilich in den allermeisten Fällen auch selbst trifft.
Am Mittwoch, den 25. November, gegen 9 Uhr morgens war es soweit. Der seit einer Woche besetzte Hörsaal 3D der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde von einer Hundertschaft der Polizei, auf Anordnung von Rektor Piper, geräumt. 50 BesetzerInnen wurden aus dem Hörsaal getragen. Empfangen wurden das Rektorat und die Polizei mit 1500 Luftballons, Luftschlangen und Konfetti. Die Hörsaalbesetzung wurde beendet, der Protest geht jedoch gerade erst los.
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Der Bildungsstreik ist auch in Düsseldorf in die nächste Runde gegangen. Beginnend am 17. November mit einer Großdemonstration mit 4000 TeilnehmerInnen, wurde am nächsten Tag von 60 SchülerInnen die Hulda-Pankok-Gesamtschule und von 400 Studierenden von Uni und FH der Hörsaal 3D an der Heinrich-Heine-Universität, im Anschluss an eine gut besuchte Vollversammlung, besetzt. Der “Heiße Herbst der Bildungsproteste” hat Einzug gehalten in der Landeshauptstadt.
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Nach einer Vollversammlung mit 400 Studierenden wurde heute der Hörsaal 3D besetzt. Nachdem die Besetzung der Hulda-Pankok-Gesamtschule unter Druck der Polizei und der Schulleitung aufgelöst werden musste stießen auch SchülerInnen und Schüler dazu.
Seit 15 Uhr sind Arbeitsgruppen aktiv und es findet auch gerade schon ein erstes Inputreferat über
die Kompetenzen der verschiedenen Entscheidungsträger an der Uni (Hochschulrat, Senat, Gremien, AStA, StuPa etc…) statt.
Um 18 Uhr ist erstmal Essenspause (VoKü von Foodnotbombs) und um 20 Uhr dann wieder ein (hoffentlich ganz großes) Plenum.
Es bleiben auf jeden Fall über Nacht Leute im Hörsaal und pennen da, nachdem die Hochschulleitung erstmal angekündigt hat nicht zu räumen.
Wir brauchen auf jeden Fall noch Unterstützung und Beteiligung.
Kommt alle!
Hier gibts die wichtigsten Links:
Blog der BesertzerInnen von 3D
Twitter (ddorfbrennt und blockddorf)
Heute, am 17. November, demonstrierten 2500 Menschen in Düsseldorf im Rahmen des Bildungsstreiks für eine andere, bessere Bildungspolitik. Neben SchülerInnen und Studierenden von FH und Uni waren auch GewerkschaftlerInnen, Auszubildende und AntifaschistInnen anwesend. Für knapp 30 Minuten wurde die Heinrich-Heine-Allee besetzt, an der es im Juni zu einer mehrstündigen Blockade mit anschließendem Polizeikessel und Ingewahrsamnahmen kam. Diesmal hielt sich die Polizei jedoch weitestgehend zurück.
Weiter geht es morgen mit einer Vollversammlung zum Bildungsstreik und den europaweiten Besetzungen ab 13 Uhr im Hörsaal 3D.
Hier dokumentieren wir euch noch kurz den Redebeitrag, den unsere Gruppe auf der heutigen Demo gehalten hat.