Liebe Fans und sonstige Leserinnen und Leser.
Wir von kritik & aktion haben uns dieses Mal dazu entschlossen, nicht an den Studierendenparlamentswahlen teilzunehmen – weder als eigene Liste, noch innerhalb eines Wahlbündnis.
Die Gründe sind vielfältig. Der wichtigste ist, dass wir als zutiefst basisdemokratische Gruppe ein eher gestörtes Verhältnis zum Parlamentarismus haben. In den vergangenen Jahren haben wir doch die bittere Pille geschluckt, um in einer erträglichen, potenziellen Koalition oder sonst wie Einfluss nehmen zu können.
Dieses Jahr aber sind alle anderen Listen so dermaßen untragbar, dass weder eine Koalition nur ansatzweise infrage käme, noch dass man gegen den geballten politischen Ekel mit realistisch ein bis zwei Sitzen irgendwas erreichen könnte.
Zwischen den Listen gibt es teilweise Rivalitäten auf persönlicher Ebene, politisch geben sie sich alle nichts. Da konzentrieren wir uns lieber auf politische Arbeit in anderen Zusammenhängen als dem Studierendenparlament.
Von daher kann es nur eine Konsequenz geben: Wählt ungültig! Schreibt ein großes „Oi!“ auf die Wahlzettel!
Damit Ihr einen Überblick über die Hintergründe bekommt, hier noch eine Auflistung der Antretenden, samt Erklärungstext.
Liste 1 – Fachschaftenliste: Politischer Wildwuchs mit Hang zu Koalitionen nach rechts (sitzen aktuell mit CDU- und FDP-Jugend im AStA). Schmücken sich mit fremden Federn, denn veganes Mensa-Essen hat Veganer Fortschritt erreicht (und da gibt es teilweise personelle Überschneidungen zu uns, aber nicht zur FSL).
Liste 2 – RCDS: Jugendorganisation der CDU und nicht selten zumindest in Teilen mit Burschenschaftlern und anderen Verbindern besetzt.
Liste 3 – LHG: FDP-Jugend.
Liste 4 – Juso HSG: SPD-Jugend. Rühmen sich jetzt damit, die Studiengebühren abgeschafft zu haben, dabei hat ihre Mutterpartei sie zusammen mit den Grünen als Langzeitgebühren eingeführt. Die Düsseldorfer Jusos haben im Bildungsstreik, der die Gebühren durch aktive Proteste abgeschafft hat, nichts getan, außer in der damaligen AStA-Koalition stets für Interview-Anfragen verfügbar zu sein.
Liste 5 – Prinzessinnen Partei: Sie stellen sich als Spaßliste dar, sind aber aufgrund leicht herauszufindender Verpflechtungen als LHG-Tarnliste zu entlarven.
Liste 6 – campus:grün: Jugendorganisation der Partei-Grünen, die zusammen mit der SPD Langzeitstudiengebühren eingeführt hat. Sie spielen, wie man’s von Grünen kennt, gerne mit linken Themen, koalieren aber aktuell problemlos mit LHG und RCDS.
Liste 7 – SDS: Rechte Liste mit pseudo-linkem Anstrich. Gegründet von einem bekennenden Bildungsstreik-Gegner und Fan des Seeheimer Kreises (der rechten Strömung in der SPD). Hat sich auf persönlicher Ebene mit seinen „Genossen/-innen“ in die Haare gekriegt und scheint die Karriereleiter in der Partei nun mit Hilfe einer eigenen Liste erklimmen zu wollen.




